Expertentalk: Polina Sergeeva über TENS-Geräte bei Regelschmerzen

Shownotes

TENS gegen Regelschmerzen: Redakteurin Frau Hoffmann spricht mit Polina Sergeeva, Mitgründerin von menstruflow, über Wirkung, Einsatz und Evidenz. Wir klären, für wen TENS geeignet ist, wie es sich von Medikamenten, Wärme und Akupunktur unterscheidet, was das menstruflow-Gerät (Pad-Design, App-Steuerung) besonders macht und wie Studien zu Dysmenorrhö und Endometriose aussehen. Außerdem: Zusammenarbeit mit Kliniken wie der Charité und praktische Empfehlungen für Gynäkologinnen und Gynäkologen.

https://menstruflow.de/

Transkript anzeigen

00:00:10: Ein ganz herzliches Willkommen heute zum Gühne Interview.

00:00:13: Meine Interviewpartnerin ist Frau Polina Sergeva, mit der wir heute ein hoffentlich spannendes Gespräch führen werden zum Thema Tänzgeräte.

00:00:22: Frau Sergeva ist Mitbegründerin des Unternehmens Menstruflow und hat heute sicherlich einiges an Inpund für uns parat.

00:00:32: Ich würde sagen, wir steigen direkt ein, oder?

00:00:35: Sehr gerne, ich freue mich.

00:00:37: Alles klar.

00:00:38: Gut, Frau Sager, war meine erste Frage.

00:00:41: Möchten Sie uns einfach mal ganz kurz einen Überblick geben?

00:00:45: Ich denke, TENS-Geräte sind in unserer Zielgruppe hinreichend bekannt.

00:00:49: Einen kurzen Überblick über die Einsatzgebiete im Gebereich, Gynäkologie und Geburtshilfe.

00:00:59: Wir als Menstruplo haben uns auf den gynäkologischen Bereich spezialisiert, im Sinne von vor allem dysminerö, also Regelschmerzen.

00:01:09: Genauso kann aber Tendstherapie auch eingesetzt werden bei entometriose Bedingten, beschwerden Schmerzen.

00:01:17: Und letztlich, ich sag eigentlich immer, theoretisch getänzt bei jeglichen zyklisch bedingten Schmerzen.

00:01:24: Das heißt auch Frauen, die zum Beispiel Mittelschmerz haben, während des Eisprungs, da kann man Tänztherapie genauso gut anwenden.

00:01:32: Und ich würde sagen, besonders profitieren tun diejenigen von Tänz, die eben nach einer medikamentfreien Lösung suchen, die nicht invasiv ist, um eben auch einfach keine Schmerzmittel einnehmen zu müssen oder Hormone beispielsweise.

00:01:48: Und genau.

00:01:50: Das war die Frage, oder?

00:01:52: Ja.

00:01:53: Ja, wunderbar.

00:01:55: Den geburtshilflichen Aspekt gibt es natürlich auch noch.

00:01:58: Den hatten Sie jetzt, glaube ich, noch nicht genannt.

00:02:01: Einfach

00:02:02: im Punkt du Wenenschmerz, oder?

00:02:04: Genau, also es wird oft, wir haben jetzt auch die erste Klinik in Bielefeld, die Geburtsklinik, mit der wir zusammenarbeiten.

00:02:11: Da wird das ganz viel eingesetzt, auch von Hebammen, also meistens kurz vor, bevor die Geburt quasi einsetzt, wird dann Tens auf den Rücken betlebt, auf den Unterrücken.

00:02:21: Und wir haben jetzt auch von vielen gehört, also gerade auch mit unseren kleinen Pilotprojekten mit der Geburtsklinik Bielefeld, dass viele dadurch echt viel... Schmerzfreier durch die Geburt durchkommen, viele Frauen.

00:02:32: Und manche sogar auf die Spritze verzichten.

00:02:37: Spannend, richtig gut.

00:02:39: Jetzt, wo wir schon beim Thema Schmerzen sind, direkt die Überleitung zum nächsten Punkt.

00:02:45: Wie ist denn das?

00:02:45: Wie unterscheiden sich denn Tänzgeräte ganz konkret von anderen Möglichkeiten der schmerzbehaltenden Handlung, also von Medikamenten, Wärmeterapie bis hin zur Akkupunktur?

00:02:57: Wie heben Sie sich da hervor mit Ihrer Anwendung?

00:03:00: Also generell unterscheidet sich Tens in unterschiedlichsten Punkten, sage ich jetzt mal.

00:03:07: Wenn wir jetzt mal mit Medikamenten anfangen, ist natürlich der wichtigste Punkt hierbei, dass Tens komplett natürlich und ohne Nebenwirkung ist.

00:03:15: Ich brauche jetzt nicht dazu zu sagen, dass Ibuprofen oder alle anderen Schmerzmittel eben voller Chemie sind.

00:03:21: Und Mal ist das natürlich in Ordnung, aber ... gerade Betroffene, die wirklich monatlich mehrere Tage am Stück Schmerzen haben und sonst auf Schmerzmittel angewiesen sind, dass das nicht gut für die Magen oder die Leber ist.

00:03:34: Ich glaube, das ist uns allen klar.

00:03:36: Dementsprechend, also das ist auf jeden Fall ein Punkt, wo sich Tents unterscheidet.

00:03:41: Zusätzlich, wenn man jetzt zum Beispiel Wärme vergleicht, ist es auch so, dass Tents viel... intensiver wirkt, weil hier zum Beispiel Wärme eher oberflächlich, so ein bisschen die Muskulatur locker hat, aber gar nicht tief genug reinkommt, gerade bei sehr starken Schmerzen, wie zum Beispiel in der Matriose.

00:03:59: Und was hier auch ein wichtiger Punkt ist, dass Wärme gar nicht regulierbar ist meistens.

00:04:03: Also nehmen wir jetzt mal die herkömmliche Wärmflasche.

00:04:06: Natürlich kann ich bei meinem Wasserkocher vielleicht einstellen, ob das jetzt siebzig Grad sind oder sechzig.

00:04:11: Auch da man sollte kein kochendes Wasser reinnehmen, aber man hat nicht viel Spiel.

00:04:16: Entschuldigung.

00:04:17: Man hat nicht, genau man hat nicht so viel Spielraum.

00:04:20: seinen Schmerz wirklich individuell zu behandeln.

00:04:23: Und das wiederum ist auch ein großer Vorteil von Tänztherapie.

00:04:27: Man hat unterschiedliche Stufen, man hat unterschiedliche Frequenzen, unterschiedliche Modi und kann wirklich für sich die perfekte Kombination finden, egal ob man jetzt nur leichte Schmerzen hat oder wirklich sehr, sehr starke Schmerzen.

00:04:41: Was Akkupunktur und Physiotherapie angeht, würde ich das eher so in die Gruppe zusammenfassen, ist auf jeden Fall auch sinnvoll und kann auch auf jeden Fall sehr wirksam sein.

00:04:53: Ich glaube, die Herausforderung hierbei ist einfach nur, dass es nicht sofort verfügbar ist, sag ich mal.

00:04:58: Das heißt, man geht dann in eine Praxis und kommt eine Behandlung und das war es dann erst mal.

00:05:05: Und somit ist auch der langenhaltende Effekt einfach nicht so, ja, nicht so andauernd.

00:05:11: Tänztherapie hingegen ist flexibler.

00:05:13: Man kann ein Tänzgerät immer überall dabei haben.

00:05:16: Also beim Schwimmen natürlich, aber ansonsten kann man das wirklich überall mit hinnehmen und dadurch ist man auch einfach flexibler.

00:05:24: Also um das jetzt zusammenzufassen, würde ich sagen, ist TENS vorteilhaft, weil man es jederzeit einsetzen kann.

00:05:30: Es ist komplett ohne Chemie, ohne Medikament, also im Sinne von einfach nur natürlich, ohne Nebenwirkung und kann eine sehr gute Therapie sein, die entweder ergänzend ist oder sogar komplett andere Therapien ersetzt.

00:05:46: Super, vielen Dank.

00:05:47: Also gerade das mit den unterschiedlichen Modi, finde ich super spannend.

00:05:51: Wollen Sie da noch mal kurz näher drauf eingehen?

00:05:55: Gerne.

00:05:56: Also gerade bei unserem Gerät kann ich zum Beispiel sagen... Wir haben sechs Modi, die wir anhand von Studien ausgewählt haben mit unterschiedlichen Frequenzen, sodass wir uns teilweise, ja, ich würde sagen, so im Mittelfrequenzbereich bewegen und haben.

00:06:11: pro Modus haben wir insgesamt zwanzig Stufen.

00:06:14: Das heißt, man kommt auch wirklich relativ weit hoch und... Wir haben auch schon viele Umfragen mit unseren Kundinnen gemacht und gerade so Indemotriose Kundinnen sind diejenigen, die auf Stufe fünf zenteilweise ihr Gerät nutzen.

00:06:27: Das heißt einfach nur, je höher der Schmerz ist, desto höher muss man die Intensität einstellen, weil das dann letztlich so gegenarbeitet.

00:06:36: Und genau, letztlich bei den Modi, die wir jetzt haben, die sechs, die sind wirklich darauf ab.

00:06:42: gezielt, dass es bei Regelschmerzen hilft oder eben anderen zyklisch bedingten Beschwerden.

00:06:49: Und da war es uns eben wichtig, dass es wirklich nur sechs sind, dass es einfach in der Anwendung ist, weil zum Beispiel andere herkömmliche Tänzgeräte, die jetzt nicht für den Use Case Periodenschmerzen ausgelegt sind, da ist oft die Herausforderung, dass man gefühlt hundert unterschiedliche Einstellungen machen kann und hier die Kombination und da und das ist einfach viel zu überforderndes.

00:07:11: Okay, wie kennzeichnet sich dann so ein spezieller Modus?

00:07:14: Sind das bestimmte Abfolgen oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:07:20: Genau, also sind unterschiedliche Frequenzhöhen zum einen und die Pulsbreite unterscheidet sich auch.

00:07:28: Das heißt, jetzt für die Kunden und dass man ein bisschen visueller darzustellen, es unterscheidet sich darin, dass die Impulse die elektrischen in unterschiedlichen Abständen kommen und unterschiedlich stark.

00:07:39: Das heißt, man hat ein ganz anderes Empfinden.

00:07:42: Also es gibt zum Beispiel ein Modus, das ist unser Modus fünf, der ist einfach kontinuierlich.

00:07:48: Und dann gibt es aber auch welche, die kommen eher so in Wellen.

00:07:51: Dann gibt es welche, die pulsierend kommen.

00:07:53: Und auch da gibt es eine Theorie, welcher Modus bei welchen Schmerzen, sag ich mal, am meisten hilft.

00:07:59: Wir sagen eigentlich immer, dass man einfach ausprobieren sollen, schauen soll, was gerade einem selbst am besten.

00:08:04: tut, sage ich mal, aber zum Beispiel der durchgehende Modus ist auch der stärkste und denen empfehlen wir wirklich bei extrem starken Schmerzen.

00:08:12: Diejenigen, die in so einen Wellen kommen, die sind ein bisschen schwächer, also ist ganz unterschiedlich.

00:08:18: Klar, jetzt sagen Sie, es gibt eine Theorie welcher Modus wo am besten passt.

00:08:24: Das heißt, es ist noch viel Raum quasi für Studien auch, die man da machen könnte.

00:08:29: Können Sie uns einen kurzen Überblick geben, wie es denn aussieht im Moment mit Tänzgeräten und der Studienlage gerne auch mit Fokus auf Periode?

00:08:39: Ja, gerne.

00:08:40: Genau, also eben die Studiengrundlage für Tänz allgemein ist tatsächlich gar nicht so schlecht.

00:08:44: Da gibt es einiges, dadurch, dass ja die Tänzerapie schon seit einigen Jahren besteht.

00:08:49: Für eben Periodenschmerzen oder den gynäkologischen Bereich ist es tatsächlich noch sehr beschränkt, würde ich mal sagen.

00:08:56: Und vor allem gibt es viel.

00:08:58: Also eher im Bereich Regelschmerzen und weniger im Bereich Endometriose.

00:09:03: Es gibt unterschiedliche Studien, zum Beispiel von ... ... zwanzig, zwanzig, hatte ich mal letztens eine gelesen, da wurde zum Beispiel Tens versus Placebo verglichen ... ... und da wurde wirklich bei Frauen geschaut, wie schnell setzt da die Schmerzlinderung ein ... ... und ist es eben ein Placebo-Effekt oder nicht.

00:09:21: Und da kam zum Beispiel raus, dass eine sehr schnelle Linderung in vielen ... der Fälle innerhalb von zwanzig Minuten bereits eingetreten ist.

00:09:31: Genau so gibt es auch schon kleinere Studien, so TENS versus Ibuprofen, eben auch bei Regelschmerzen.

00:09:39: Aber das ist alles noch sehr, sehr wirklich überschaubar.

00:09:42: Ich hatte tatsächlich aber jetzt auch von diesem Jahr eine gefunden.

00:09:46: Da ging es darum, dass eben Tens bei Indemtriose wirklich als Therapie eingesetzt werden kann.

00:09:51: Und das herauskam, dass es wirklich wirksam hilft und die Lebensqualität von Frauen steigert.

00:09:59: Und was ich glaube, ich am allerspannendsten finde, ist eigentlich, dass es Leitfahr oder eine Leitlinie für chronische Unterbauchschmerzen eigentlich steht.

00:10:09: Bereich, also die Tänztherapie.

00:10:11: Und dass aber trotzdem die Tänztherapie in dem Bereich gar nicht so verbreitet ist.

00:10:17: Also ich glaube, das ist so die größte Crux bei der ganzen Geschichte.

00:10:20: Es gibt viel Studien zu Tänz, super wenig aktuell zum Thema Tänz in der Gynäkologie und das, obwohl das eben in der Leitlinie drin steht.

00:10:30: Das heißt, da ist echt noch viel Luft nach oben und das ist auch auf jeden Fall unser Ziel.

00:10:36: machen unsere eigenen Umfragen, was jetzt keine wissenschaftlich Studien natürlich sind, aber wir arbeiten daran auch, dass wir mal selbst eine Studie durchführen, um da mehr Klarheit reinzubekommen.

00:10:48: Super, vielen Dank für den Überblick.

00:10:51: Jetzt hatten wir im Vorfeld natürlich uns schon kurz ausgetauscht und Sie haben es eben auch schon angedeutet, dass Sie da auch selber gerne einfach sich ein bisschen rein investieren wollen, was einfach die Studienlage angeht.

00:11:05: Und nachdem wir es jetzt so ein bisschen angetriggert haben, Studie in Zusammenarbeit mit der Charité, hatten sie gesagt, möchten sie uns da mal kurz einen Einblick geben, was sie da planen.

00:11:18: Gerne.

00:11:19: Also ich kann nicht zu viel sagen, weil das eben noch nicht alles komplett spruchreich ist, aber was ich sagen kann, ist, dass das aktuell mit dem Indomitriose-Zentrum der Charité geplant ist.

00:11:29: Das heißt, der Fokus wird auch wirklich komplett auf Indomitriose-Patienten liegen.

00:11:36: Im Zuge dessen soll die Wirksamkeit unseres One Flow Tensgeräts, also unseres Produktes natürlich zum einen bewiesen werden, zum anderen soll das aber auch weiterentwickelt werden.

00:11:46: Eben mit dem Fokus auf eine Matriose Patientin.

00:11:49: Das heißt, wir wollen zusammen mit der Charité eine neue Generation des Tensgeräts rausbringen, was vor allem auch KI gestützt ist, was unterschiedliche Sensoren hat und dass das eben noch individueller wirklich für endometriose Patientin genutzt werden kann.

00:12:09: Also letztlich, dass man eine gezielte und evidenzbasierte Schmerzbehandlung dann so einführt, um die Beschwerden von endometriose Patientinnen Entschuldigung zu verbessern.

00:12:21: Also das kann ich jetzt schon mal grob sagen, mehr und mehr darf ich aber leider dazu noch nicht preisgeben.

00:12:27: Klingt nach einer Win-Win-Situation für alle.

00:12:30: Ja, es gibt schon zeitlichen Rahmen.

00:12:34: Da rechnen wir mit Ergebnissen oder das würden wir uns wünschen.

00:12:39: Ich würde mir wünschen, dass es spätestens in einem Jahr alles abgeschlossen ist.

00:12:44: Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich es noch gar nicht so genau greifen kann.

00:12:49: Also wir sind gerade komplett in den Startlöchern und dann muss man schauen, wie schnell man das über die Bühne bekommt.

00:12:55: Weil natürlich ist es ein wichtiges Thema, aber leider dann doch oftmals nicht wichtig genug, sage ich jetzt mal in Anführungsstrichen, dass das immer die Priorisierung hat, die Notwendige, dementsprechend glaube ich, dass das noch ein bisschen dauern wird.

00:13:08: Aber ich halte Sie gerne auf dem Laufenden.

00:13:10: Sehr gerne, sehr gerne.

00:13:12: Dann würde ich sagen, kärmer für den Moment mal zum Bestehenden.

00:13:15: zurück zu dem, was es jetzt bei Ihnen gibt.

00:13:18: Möchten Sie uns einfach nochmal kurz einen Überblick geben, was Ihr Tänzgerät, was die Firma Menstruflow jetzt quasi unterscheidet, abhebt?

00:13:28: was sie besonders macht.

00:13:32: Also wenn wir das jetzt mit herkömmlichen Tanzgeräten vergleichen, ich hatte ja vorhin schon ein paar Punkte angedeutet, aber letztlich ist unser Tanzgerät das One Flow wirklich speziell für Frauen entwickelt worden.

00:13:43: Wir haben das zusammen mit einer Gynäkologin konzipiert und entwickelt es jetzt vielleicht ein bisschen weitergeholt.

00:13:49: Ich würde eher konzipiert sagen.

00:13:51: Was meine ich damit?

00:13:52: Also zum einen haben wir Pets.

00:13:55: Formen, ja, designt mit einer Gynäkologin zusammen und auch mit einer Designerin, die zum einen, also wir haben unterschiedliche Petsgrößen, wir haben großes Pet, wir haben aber auch kleine Pets.

00:14:09: und letztlich ist die Idee, dass diese Petsform sich wirklich perfekt im Unterleib und oder dem Rücken anschmiegt.

00:14:16: Das heißt, dass man das auch wirklich tief genug kleben kann, denn Tänzkräte oder die Pads, die Elektroden, sollen man letztlich ja wirklich genau auf die Stelle anbringen, wo man mit dem Finger drauf zeigen würde, da tut es gerade weh.

00:14:27: Und das war meistens die Herausforderung bei eckigen oder runden Pads, dass du die gar nicht tief genug geklebt bekommst, sage ich jetzt mal, gerade im Unterleibbereich.

00:14:38: Also das ist der eine Punkt und die Padsform haben wir auch patentieren lassen.

00:14:44: Zusätzlich können wir aber dadurch auch, dass wir eben unterschiedliche Petsgrößen haben, können wir auch unterschiedliche Schmerzbereiche letztlich abdecken.

00:14:53: Also im Sinne von unser großes Pet ist zum Beispiel sehr hilfreich bei großflächigen Schmerzflächen.

00:14:59: oder die punktuellen kleinen Pets, die helfen sehr gut eben bei punktuellen Schmerzen wie beispielsweise ich persönlich habe immer Schmerzen über den Eierstöcken rechts und links, das heißt ich klebe mir immer nicht nur die kleinen Pets drauf.

00:15:12: Dann haben wir auch noch ein langes Kabel, womit man sich die Pads am Unterleib und Rücken gleichzeitig anbringen kann.

00:15:19: Das ist jetzt, würde ich sagen, eigentlich bei allen Geräten so.

00:15:23: Aber das Spannende bei uns ist, man könnte es auch komplett ohne Kabel nutzen.

00:15:27: Also man könnte kabelfrei das Ganze anbringen und unser Gerät ist super, super flach.

00:15:33: Ich kann das mal hier kurz auch zeigen.

00:15:36: In die Kamera ist es wirklich super klein, so dass man das Discrete unter der Kleidung tragen kann.

00:15:41: Also das war eigentlich unser größtes Ziel zu sagen, Frauen oder menschliche Personen, die gerade ihre Schmerzen haben und ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen können oder möchten, können das mit unserem Gerät, indem sie es wirklich unter der Kleidung tragen und es niemand mitbekommt.

00:15:57: Denn ich würde jetzt mal sagen, so die kerkömmlichen Geräte aus der Physi... Diese Trappie, die sind doch schon etwas größer und globiger einfach.

00:16:05: Also das ist auf jeden Fall auch ein Punkt, was unser Gerät unterscheidet.

00:16:11: Und da natürlich eben die sechs Modi, die ich vorhin schon angesprochen hatte, die haben wir tatsächlich anhand von Studien rausgesucht.

00:16:18: Also es gibt noch nicht viele Studien, aber es gibt eben schon ein paar Studien.

00:16:22: Da hatten wir geschaut, welche Frequenzen, welche Pulsbreiten helfen bei Regelschmerzen, welche bei Nometriose.

00:16:28: All dieses Wissen, was wir dann auch mit unserer Gynäkologin im Team haben, haben wir dann da reingesteckt und diese Modi so konzipiert, dass es wirklich in diesem Use Case quasi hilft.

00:16:39: Und der letzte Punkt, würde ich sagen, ist, dass wir eine App haben zur Steuerung.

00:16:45: Das haben die meisten Geräte auch nicht.

00:16:47: Das heißt eben... Wie schon eben erwähnt, die Idee ist es, dass man den Alltag wie gewohnt fortsetzen kann, wenn man das möchte.

00:16:54: Und mit der App könnte man das Gerät noch diskretter steuern.

00:16:57: Das heißt, ich sitze zum Beispiel gerade im Meeting und möchte da jetzt nicht irgendwie meine Hose aufmachen und mein Gerät wieder anmachen, sondern kann das ganz einfach über mein Handy letztlich steuern und sagen, okay, ich möchte jetzt mein Modus wechseln oder die Stufe wechseln und das macht es blitzig.

00:17:12: noch einfacher, smarter, diskreter.

00:17:15: Und das Ziel hier ist es, also aktuell kann es eben nur das.

00:17:19: Und das Ziel wäre es, dass es zukünftig auch eine Art Schmerztagebuch wird, aber auch vielleicht mit KI gestützt wird, sodass es Empfehlungen aussprechen kann und wirklich wie so ein Begleiter über den Zyklus hinweg wird.

00:17:35: Das klingt super.

00:17:37: Danke schön.

00:17:38: Wenn Sie jetzt abschließend... den Gynäkologinnen und Gynäkologen, die wirklich in der Praxis jeden Tag mit menstruierenden Personen arbeiten, noch was mit auf die Reise geben könnten.

00:17:53: Sei es jetzt irgendwelche Fakten oder eine Empfehlung oder ein ganz persönlicher Wunsch für die Zukunft.

00:17:58: Was wäre das?

00:18:01: Ich würde beim persönlichen Wunsch bleiben und zwar, dass alternative Medizin mehr eingebracht wird in die Behandlungstherapie wie eben TENS.

00:18:10: Dadurch, dass es ja schon in den Leitlinien steht, würde ich mir wünschen, dass solche alternativen Methoden einfach viel präsenter werden und viel öfter auch empfohlen werden von Ärzten und Ärztinnen.

00:18:24: Super.

00:18:24: Ich denke, das ist ein wunderbarer Abschlusssatz.

00:18:27: Und dann bedanke ich mich für den tollen Austausch und wünsche Ihnen beruflich und privat natürlich alles Gute für Ihre Unternehmung.

00:18:35: Vielen Dank, Frau Hoffmann.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.