Expertentalk: Prof. Feltgen & Prof. Agostini zur RG-Tagung Badenweiler
Shownotes
Im Expertentalk diskutieren Prof. Nicolas Feltgen (Basel) und Prof. Hansjürgen Agostini (Freiburg) die herausragende Position der RG-Tagung 2026 in Badenweiler als interdisziplinäres Gipfeltreffen für Netzhaut-Spezialist:innen der DACH-Region. Die Gesprächspartner analysieren, welchen wissenschaftlichen und klinischen Mehrwert die Impulse aus Freiburg und Basel für die Weiterentwicklung der Netzhautdiagnostik und -therapie bieten.
Der Fokus liegt auf evidenzbasierten Veranstaltungsformaten, praxisorientierten Kursen und innovativen Initiativen wie „Art meets Retina“. Außerdem werden die besonderen Netzwerkstrukturen, die Integration von Nachwuchswissenschaftler:innen und der Ausbau professioneller Kooperationen wissenschaftlich beleuchtet. Die Episode bietet fundierte Einblicke in aktuelle Forschungsthemen, zukunftsweisende Trends und konkrete Transfermöglichkeiten für die klinische Praxis und Weiterqualifizierung in der Augenheilkunde.
Transkript anzeigen
00:00:09: Guten Tag, Herr Prof.
00:00:11: Dr.
00:00:11: Felgin und Prof.
00:00:12: Dr.
00:00:13: Agostini.
00:00:14: Sie sind die Gastgeber der kommenden Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft, die Anfang Juli stattfinden wird.
00:00:21: Ich freue mich heute ganz besonders, dass Sie den Leserinnen und Lesern von Konzept auf Palmologie schon jetzt einen kleinen Einblick geben und uns was drüber verraten.
00:00:31: Herzlich willkommen.
00:00:34: Vielen Dank.
00:00:37: Wichtigste, die erste Frage ist schon mal, was macht die Tagung der rithinologischen Gesellschaft, zwanzig, sechsundzwanzig so besonders?
00:00:45: Und welche Rolle spielt vielleicht auch der Ostragungsort Baden-Weiler dabei?
00:00:50: Ja, Baden-Weiler ist ja nicht gerade der bekannteste Ostragungsort für solche Kongresse, aber er liegt genau in der Mitte zwischen Freiburg und Basel, im Herzen der Region, also der Region Frankreich, Schweiz, Deutschland, auf die wir sehr stolz sind, die Region natürlich.
00:01:07: Und es ist mit dem Festspielhaus eine hervorragende Gelegenheit, alles unter einem Dach zu haben, sodass man gar keine Ablenkung hat, die man sonst in der Großstadt hat.
00:01:20: Und sodass wir sehr intensiv, glaube ich, auch arbeiten, diskutieren und auch ein bisschen feiern können.
00:01:27: Warnweiler selber liegt im Markräflerland, also mitten in der Weinregion.
00:01:32: Und gebadet haben da früher die Römer.
00:01:33: Es gibt eine alte Ruine aus römischen Zeiten, die man betrachten kann, relativ schnell durch ist, aber auch.
00:01:42: Und Weiler steht meistens für kleine Orte, also es ist kein großer Ort.
00:01:47: Aber es ist gut erreichbar über Basel, den Flugplatz oder über Mühlheim.
00:01:52: Da gibt es eine gute Bahnanbindung.
00:01:54: Und wir werden auch ein Schattel einrichten, sodass die Gäste auch zum Festspielhaus in Baden-Weiler kommen.
00:02:02: Das schon waren dann die Idee als Beidekliniken.
00:02:06: Freiburg ist ja meine alte Ausbildung Klinik und es war uns immer ein wunderschönste Möglichkeit.
00:02:09: Gibt das mal einen gemeinsamen Kongress veranstalten und eine sehr gute Freundin mit Professor Augustini und das war eigentlich dann ein Selbstläufer, nachdem ich dann die Stelle in Basel angetreten habe, dass wir sagten, wir wollen was zusammen machen.
00:02:24: Ich glaube, es ist ein wichtiges Zeichen, auch eben Grenzübergreifend regional, aber eben auch nach Deutschland hineinstrahlen, dass wir eine gemeinsame Veranstaltung ausrichten
00:02:36: können.
00:02:37: Sehr schön.
00:02:37: Das heißt, Sie haben diesen Gedanken schon einige Zeit gehegt und jetzt wird er endlich Wirklichkeit.
00:02:45: So ist es länger als neun Monate.
00:02:51: Welche Expertisen werden Freiburg und Basel als führende oft homologische Standorte in diese Tagung mit einbringen?
00:03:00: Bei uns ist es relativ klar, das ist mein Schwerpunkt die vascularen Erkrankungen, vasculare Gefäßerkrankungen am Auge.
00:03:08: Und der Schwerpunkt aus Basel sind eben Generkrankungen und der Therapie, also Diagnostik und Therapie von Netzhaut, Dystrophien beispielsweise, aber auch weiter darüber hinaus, denkend jetzt zunehmend in diese großflächigen Erkrankungen wie Makladeganation.
00:03:31: Also, da gibt es viele Überschneidungen und ich verspreche mir von der Veranstaltung auch einen wirklichen Mehrgewinn, einen intensiven Diskurs zwischen Klinikern und Grundlage-Listschaften.
00:03:41: Und gerade dieser translationale Ansatz, der ist uns beiden sehr wichtig, dass das, was wir als Unikliniken können.
00:03:48: Und dafür können wir auch junge Wissenschaftler begeistern und das auch in Freiburgs hinter mehrere schöne Arbeitsgruppen entstanden, die sich intensiv mit dem Glaskörper, mit Gefäß, neue Bildung oder auch mit diesen ganzen Omics, also auf verschiedenen Ebenen, Proteinebenen, also die Analyse, multibler.
00:04:09: multiple Eiweiße bei bestimmten Erkrankungen und Rückführungen auf bestimmte Zellen.
00:04:15: Das hat sich eigentlich sehr schön entwickelt.
00:04:17: Und ich glaube, da freuen wir uns, dass wir dann auch gerade den jungen Kollegen eine Plattform bieten dürfen.
00:04:23: Wow, okay.
00:04:23: Das klingt ja wirklich nach einer total spannenden Zusammenarbeit und einem ganz spannenden Potenzial, was da freigesetzt wird.
00:04:33: Welche Bewertenformate finden dieses Jahr wieder statt und welche?
00:04:38: Vielleicht?
00:04:38: einen neuen Programmpunkte wird es in Baden-Weiler
00:04:44: geben.
00:04:45: Also ein bisschen neu, wir hatten es ganz früher schon mal, wird die Poster-Session wieder sein.
00:04:51: Die haben wir in den letzten Jahren mehr oder weniger aus logistischen Gründen weggelassen, aber Baden-Weiler und dieses Festspielhaus, das bietet sich einfach an, dass wir das wieder einführen, gerade um viele junge Kollegen zu motivieren, auch mal Projekte im Frühinstadion mit uns zu diskutieren.
00:05:06: Und wir wollen auch ganz praktische Fähigkeiten vermitteln, zum Beispiel in einem Plompenkurs, den wir in den letzten Jahren nicht hatten.
00:05:12: Plompen, das sind so kleine Silikonschwämpchen, die man aufs Auge aufnäht bei Netzhautablösungen.
00:05:18: Eine Technik, die muss man sagen, fast verloren geht und die wollen wir pflegen, weil sie eigentlich gar nicht so ganz schlecht ist, oder?
00:05:27: Ich halte mir sehr viel davon.
00:05:31: Ja, dann gibt es natürlich auch weitere Angebote wie den grundlagenwissenschaftlichen Kurs, also ein Angebot speziell, eine Plattform für Grundlagenwissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die aus ganz anderen Bereichen von Biologie, beispielsweise Physik, Informatik.
00:05:46: die sich dann da treffen und dort einen geschützten Raum haben und wirklich die Brücke schlagen dann zu uns oder wir zu ihnen, dass wir gemeinsam an den Problemen diskutieren, weil es ist keine immer der klinische Blick und der Laborblick dazu.
00:06:00: Du weißt ganz besonders, du hast wirklich viele Labor-Expertise.
00:06:03: Also das braucht diese beiden Welten, wollen wir unbedingt näher zusammenbringen.
00:06:07: Und da ist sie so in den letzten Jahren.
00:06:10: glückt, dass wir da ein Angebot machen können, was auch angenommen wird und was sehr gepflegt wird.
00:06:16: Und so die Themen-Schwerpunkte, die wir uns gesetzt haben, das wird es um häufige Erkrankungen geben, wie Diabetes, Markuler Erkrankungen, um seltenere Web-Tumor-Erkrankungen oder auch die Gentherapie.
00:06:32: wird doch zunehmend wichtig, auch das wird ein Fokus sein.
00:06:36: Verschlusserkrankungen, die sind auch klinisch wichtig und einer der Spezialisten steht hier neben mir.
00:06:44: Und natürlich ungelöste Probleme wie überschließende Narbenbildung nach Netzhautablösung, das ist was, was uns seit Jahrzehnten umtreibt, wo wir vielleicht ein bisschen weiterkommen, aber was noch viel Diskussionsbedarf hat.
00:06:59: Das ist ja eigentlich auch einer der Erkernpunkte in dieser Tagung.
00:07:02: Das ist ein geschützter kleiner Kreis und da kann man auch viel diskutieren.
00:07:08: Auch viel mit verschiedenen Fachexperten diskutieren, mit der Industrie auch diskutieren.
00:07:14: Die brauchen wir auch dabei und sind froh, dass wir da eine gute Kooperation haben.
00:07:19: Und das ist halt der große Vorteil von dieser Tagungsgröße, dass man einfach wirklich viel in Diskussion kommt und auch wirklich... persönliche Gedanken so ansprechen kann, die einen auch im Projekt weiterbringen.
00:07:32: Das ist sehr forderhaft.
00:07:34: Und auch mal regio-spezifische Themen besprechen, wie zum Beispiel, wie ist die Netzhautausbildung in Frankreich, wie wird ein Netzhaut-Operateur in der Schweiz geboren und wie entsteht er in Deutschland?
00:07:46: Was für Unterschiede gibt es da?
00:07:47: Wo kann man voneinander lernen?
00:07:49: Ich glaube, das ist auch was, was in Baden-Weiler und der Regio durchaus konstruktiv diskutiert werden
00:07:55: kann.
00:07:56: Sehr gut.
00:07:58: Das sind alles total spannende Punkte.
00:08:00: Das heißt, jegliches Netzhautthema ist bei Ihnen zu Hause.
00:08:05: Und die, ich sage jetzt mal, die größten Probleme, die ungelösten Fragen, darum kümmern Sie sich dann.
00:08:11: Genau.
00:08:12: Sehr schön.
00:08:14: Das bringt mich zu der Frage, warum sollte man ausgerechnet Ihrem IVOM-Kurs mitmachen?
00:08:19: Und für wen ist er besonders wertvoll?
00:08:21: Weil das ist ja auch, ich sage jetzt mal, Standard mittlerweile?
00:08:26: Aber, ja, da haben Sie bestimmt was dazu zu sagen.
00:08:30: Der Ewom Kurs, der Ewom Kurs, ist natürlich die Mutter der Ewom Kurs, weil dort wurde er quasi entwickelt und dort hat er sein Ursprung.
00:08:40: Und der Vorteil ist halt, dass wirklich alle Profis da sind und die ganzen... Kolleginnen und Kollegen, die die Stellungnahmen schreiben, die die Leitlinien schreiben und die sich natürlich auch an den Kurs beteiligen, nicht immer als Redner, aber als Diskussionspartner.
00:08:57: Und wir haben jetzt versucht, auch das war wirklich eine sehr gute Idee, dass man in den letzten Jahren auch viel mehr Patientenbeispiele reinbringt, also wirklich konkreter am Fallarbeit und sagt, was würdest du hier machen, was würdest du da machen, weil die Möglichkeiten sind ja so unendlich unterschiedlich.
00:09:17: was man machen kann und dass man sich dort am konkreten Beispiel ein bisschen einig.
00:09:20: Das ist dann auch was, was man als Berufsanfänger oder Anfängerin leichter verdauen kann als diese ganzen theoretischen Themen.
00:09:31: Das stimmt.
00:09:31: Und es ist so nicht nur die Leute ansprechen oder die Kollegen ansprechen, die die Injektion selber geben, sondern gerade auch die, die die Indikation stellen, die die Betreuung.
00:09:42: übernehmen und die auch die Patienten Führung größtenteils machen, nämlich die konservativ tätigen Kollegen.
00:09:49: Im Sinne von, damit die dann den Einblick bekommen, worauf kommt es an, damit eine IWOM ihr Ziel erreicht?
00:09:56: Bei welchen Patienten ist die geeignet?
00:09:58: Solche Fragen auch.
00:09:59: Zum Beispiel,
00:10:00: oder wie schaffe ich es dem Patienten?
00:10:05: etwas Labidar bei der Stange zu halten.
00:10:07: Wie motiviere ich Ihnen, diese ganze Belastung durchzustehen, mit dem Ziel, das Sehen zu erhalten?
00:10:15: Das sind wirklich gute Fragen und Ansätze.
00:10:18: Darf ich fragen, was für einen Zeitrahmen dieser E-Vom-Kurs in Ihrem Programm hat?
00:10:24: Wir werden am Freitagmorgen stattfinden, beginnt schon relativ früh und geht dann über vier Stunden insgesamt.
00:10:34: Also es ist ein Aufbaukurs.
00:10:36: Es scheiden jetzt zwischen Grundkurs und Aufbaukurs und es ist ein Aufbaukurs, wo wir also schon, aber das entspricht ja auch dem Sinn der Tagung, dass da schon Leute mit großem Interesse über den Netzhaut kommen.
00:10:47: Also wir dann schon wirklich an die fortgeschrittenen, fortgeschrittenen Adressieren.
00:10:52: Okay.
00:10:53: Und ich habe das jetzt rausgehört, das Spannende ist eben nicht nur die, die dann dort leeren, sondern dass eben auch noch so viele andere Experten einfach nur anwesend sind, die man dann auch was fragen kann.
00:11:02: Und dadurch entsteht eine ganz besondere Atmosphäre und ganz besondere Austausch.
00:11:08: Genau.
00:11:09: Sehr schön.
00:11:11: Sie haben ja gesagt, Fortbildung und Nachwuchsförderung sind erklärte das Ziele des Events.
00:11:16: Gibt es da noch was für junge Kolleginnen und Kollegen?
00:11:19: Wir haben noch in Zusammenarbeit mit der Firma virtuelle Operationsmöglichkeiten, das bieten wir schon über im zweiten Jahr, im dritten Jahr an.
00:11:31: Das wird extrem gut angenommen, also gerade die jungen Kollegen, die selbst noch nicht im Operationssaal tätig sind, können sich da an diesen virtuellen Geräten, an Operationstechniken ausprobieren, üben.
00:11:48: Und dafür lassen wir auch relativ viel Zeit und begleitet wird das Ganze von einem erfahrenen Operateur, sodass der Lerneffekt wirklich auch da ist.
00:11:56: Und die Geräte sind sehr aufwendig.
00:11:59: Wir haben zwei Stück davon während der Tagung und wir werden sie aber auch über die gesamte Tagungszeit nutzen.
00:12:05: Also nicht nur für zwei Stunden, für zwei Personen, sodass auch eine größere Gruppe von jungen Nachwuchsoperatören an die Geräte können.
00:12:16: Ist das dann auch so eine Art Wet-Lap?
00:12:18: Also ich habe neulich auf der DOG, da wurde auch ein virtuelles Operations-Equipment vorgestellt in diesem Off-Talmo-Pitch.
00:12:27: Darf ich mir das so ähnlich vorstellen.
00:12:28: oder funktioniert es dann auch mit Schweineauge?
00:12:31: und dann, was weiß ich, Kamera und wie auch immer, was ist da alles involviert?
00:12:37: Für die Plombenaufnehmung, die wir vorhin erwähnt haben, das ist Wet, das ist am Schweineaugen.
00:12:43: Das wird nass und feucht, aber bei der virtuellen OP-Simulation, das ist eher nicht trocken, spannend, aber trocken.
00:12:54: Okay, mit anderen Worten, man guckt dann wie so eine Virtual Reality Brille und operiert dann immer gener.
00:13:01: Also
00:13:02: es ist ein Mikroskop aufgestellt, man hat dann einen Kunstauge, also kein Schweinehausen, ein Kunstauge und bringt da seine Instrumente ein.
00:13:09: Also man muss die Füße beliegen, wie beim wirklichen Mikroskop.
00:13:12: Das heißt, man hat die reale Situation und es gibt auch mittlerweile reihenweise Studien darüber, dass es einen Mehrwert hat, selbst für Erfahrene operieren, dass die schneller, was die Komplikationsärmer einen Tag verbringen und auch schneller warm werden.
00:13:28: wenn Sie sich vor ein bisschen an der Simulator wahrmachen.
00:13:33: Aber für junge Leute auch, also vor den Freiburg, also auch in Basel, ist es so, dass die, die eingeleitet werden, vorher eine Simulator müssen und die lernen dadurch ganz viel Handling und fühlen sich dann einfach auch schon mal sicherer, wenn sie da im Patienten sind, das macht wirklich einen Mehrwert.
00:13:50: Und deswegen, deswegen finden wir, also wir sind ganz begeistert von diesem Maschinen, zwar keine Schleichwerbung machen, aber es ist wirklich traumhaft, was die Technik uns da zur Verfügung stellt.
00:14:00: Aber sie ist extrem teuer.
00:14:01: Ja.
00:14:02: Das heißt,
00:14:25: Das heißt, dass es eine ganz besondere Chance ist, an den Simulator zu dürfen.
00:14:31: Und es gibt noch ein Angebot, wenn ich noch darauf hinweisen darf, was wir von dem wir selber überrascht sind, das so gut angenommen wurde, war einfach Gesprächsrunden und zwar an wirklich Berufsakten, ja nicht an alle, aber es wurde vor allem in Berlin von Berufsanfängern wahrgenommen, dass wir versiegene Oberthema, man will vier Tische und sind dann einfach ins Gespräch gegangen als ältere oder erfahrener, wie man es immer sagen möchte.
00:14:59: Ja, da
00:14:59: darfst du durch ältere Sachen.
00:15:02: Und haben einfach versucht, die Fragen, die junge Leute an uns haben, möglichst.
00:15:10: Hilfsbringend zu beantworten.
00:15:12: Das war total spannend und für uns auch.
00:15:15: Und das war wirklich total lebendig und dieser Platz war auch ausgebucht.
00:15:18: Also das war ein Angebot, von dem ich überrascht war, dass es so gut angenommen wird.
00:15:21: Aber das war mal auf jeden Fall aufrechterhalten, dass wir reden und Antwort stehen für Leute, die nach Orientierung suchen oder Fragen
00:15:28: haben.
00:15:31: Haben Sie da schon die Themen von den Gesprächsrunden parat oder sind Sie noch im Aushacken?
00:15:39: In welche Richtung will es ungefähr gehen?
00:15:42: Wir hören da sehr genau auf die jungen Kolleginnen, was sie interessiert.
00:15:47: Wir haben unsere Programmkommission erweitert durch jüngere Kollegen und die sind gerade am Austüfteln guter Themen.
00:15:54: Aber es geht sicherlich auch um, wie wird die Weiterbildung, wie ist die Fortbildung, wie kann man die optimieren?
00:16:03: Wie gehe ich mit Dienstbeleisterung um?
00:16:04: Was sind Karriere, Milestones, diese Dinge, die alle beschäftigen?
00:16:11: Was für Möglichkeiten gibt es in der Niederlassung, in Kombination mit Tätigkeit an Krankenhaus?
00:16:17: Ich glaube, wir müssen einige Konzepte ganz neu denken.
00:16:21: Und solche Foren sind da tolle Ideen, Generatoren.
00:16:26: Ja, spannend.
00:16:27: Okay, das ist sozusagen die Tische an denen der Anschluss an die Zukunft geknüpft wird sozusagen.
00:16:37: Ja, sehr spannend.
00:16:39: Dann lassen wir uns doch unbedingt auf den Peter Lommert-Stumor-Preis eingehen.
00:16:45: Sie haben geschrieben, den wird es im Jahr zum zweiten Mal geben.
00:16:51: Können Sie da jetzt schon etwas sagen, wie ist die Resonanz auf diese Auszeichnung und welche Bedeutung hat sie schon jetzt für die Fachwelt?
00:17:00: Also die Tumorerkrankungen, da sie jetzt nicht ganz, ganz häufig in der Netzhaut wurden, bisher so ein bisschen stiefmütterlich behandelt.
00:17:09: Es gibt Zentren in Deutschland, die das sehr intensiv betreiben.
00:17:14: Aber der Wunsch war es dann auch über diesen Preis, diesem Erkrankungsspektrum, dass er dann doch größer ist, als man denkt, wenn man sich damit beschäftigt.
00:17:25: eine Plattform zu geben und auch zu motivieren, hier mehr zu machen.
00:17:29: Und wir waren unheimlich glücklich, als der Preis zum ersten Mal ausgestehen wurde.
00:17:35: Er ist immer mit fünfzehntausend Euro dotiert.
00:17:37: Das ist schon ein bisschen Geld.
00:17:38: Kann man schon wissen, was damit machen, dass wir so viele hochkarätige Bewerbungen hatten.
00:17:43: Also viel richtig schwer.
00:17:47: den Preisträger dann zu ermitteln.
00:17:49: Das erfolgt natürlich immer in einem größeren Gremium und wir freuen uns schon eigentlich auf die Neueinreichungen, die bis Mitte April, glaube ich, erfolgen sollte, sodass wir noch ein bisschen Zeit haben, um den Preisträger zu ermitteln.
00:18:06: Aber es ist national.
00:18:10: einer oder wenigen Preise in dem Gebiet und die Bewerbung kam auch aus ganz Deutschland.
00:18:17: Und das ist, man glaube ich, ein Schritt in die richtige Richtung.
00:18:22: Okay.
00:18:23: Wer kann sich da bewerben und Mitte was?
00:18:28: Also bewerben kann sich jeder oder jede.
00:18:32: Es muss halt ein tumour-assoziiertes Projekt sein.
00:18:36: Wir hatten ursprünglich gesagt, intraokulare Tumoren, aber alles ums Auge herum ist auch erlaubt.
00:18:45: Wenn es dann zu weit weg vom Auge ist, hau-tumoren ist es wieder ein bisschen schwieriger, aber alles, was das Thema der Stempel-Auge trägt, ist gestartet und ist gern gesehen.
00:18:56: Und es gibt dem Prämierten dann eben auch eine gewisse Sichtbarkeit.
00:18:59: Und das ist ja auch nur so, wenn es dann auch damals, als wir die Idee hatten, den Preis zu generieren, kam es uns zu wissen vor wie so eine Sackkasse, wenn man dann in der Tumor Forschung verschwindet, weil es eben keine Sichtbarkeit gab, bis in Deutschland war.
00:19:13: Das wollen wir eben mit diesem Preis auch ein bisschen... auf hübschen bzw.
00:19:18: ein bisschen Leben reinbringen.
00:19:20: Ja, und
00:19:20: glaube, was wichtig ist, ist nicht nur die retinologische Gesellschaft, die diesen Preis mitträgt, einfach um den breiten Konsens darzustellen, sondern es ist auch noch die Vakastiftung.
00:19:29: Es ist die Familie selbst, die Familie Nomadsch, die Nachkommen des Namensgebers.
00:19:37: Es sind die Freundes, der Freundeskreis der Uniklinik in Essen und aus Lübeck.
00:19:43: Und da kam so auch mit die initiale Idee.
00:19:48: Ja, spannend.
00:19:51: Wie ist der Rhythmus von diesem Preis?
00:19:53: Wie oft verleihen Sie den?
00:19:55: Alle zwei Jahre ist vorgesehen.
00:20:00: Sehr spannend.
00:20:01: Also mit anderen Worten jetzt ist die Chance für alle, die mal zum Thema Augentumore anforschen sind.
00:20:06: Die können sich da jetzt bei Ihnen melden.
00:20:09: Okay.
00:20:10: Wir haben aber auch noch andere Preise.
00:20:12: Dann schießen Sie los.
00:20:12: Was
00:20:13: kann man
00:20:15: denn noch einreichen?
00:20:19: Also zum Beispiel werden die besten Vortragenden premiert.
00:20:25: Also da gibt es eine Reiseunterstützung und wir haben den Jagdstedt.
00:20:29: Forschungspreis der Rettinologischen Gesellschaft auch mit fünfzehntausend Euro prämiert wird jedes Jahr vergeben für spannende wissenschaftliche Projekte.
00:20:39: Das ist als Anschubfinanzierung für Projekte auch gedacht, um gerade jungen Wissenschaftlern eine Starthilfe zu geben.
00:20:48: Wir hatten bisher den Geidepreis.
00:20:51: Der war sehr dankbar, dass die Stiftung uns unterstützt hat.
00:20:55: Das Geld ist aber jetzt Ja, einfach aus.
00:20:58: Und wir haben aber zum großen Glück eine neue Initiative und eine Stiftung akquirieren können.
00:21:05: Die Vollmann Stiftung auch für Markler Erkrankungen.
00:21:09: Also es lohnt sich immer, was Projekte einzureichen.
00:21:12: Die werden wirklich professionell juriert und wir freuen uns, dass so viel los ist in Deutschland.
00:21:19: Also es ist ja nicht selbstverständlich, dass so viele junge Menschen und die Kolleginnen und Kollegen sich der Wissenschaft verschreiben und das ist toll mit mir super und deswegen wollen wir das gerne unterstützen.
00:21:29: Okay,
00:21:31: prima.
00:21:33: Gibt es zufällig bei der Poster-Session dann auch noch irgendwie einen Preis
00:21:38: für?
00:21:39: Gibt es ein Glas Wein?
00:21:41: Gibt es ein Glas Wein?
00:21:48: Ich musste nur an die Poster-Session der DOG denken.
00:21:52: Und sozusagen nur jede Menge Posterpreise hagelt, aber gut.
00:21:58: Ist nicht ausgeschlossen zum jetzigen Zeitpunkt, das hängt so ein bisschen davon ab, wie viele, wie unsere Finanzen sind dann auch.
00:22:09: Das kann ich total nachvollziehen.
00:22:12: Was wir jetzt schon verraten, auch noch können, ist, dass die Ehrenlecture von Frau Grazia Per Thiele gehalten wird.
00:22:22: Können Sie da vielleicht noch erwähnen, warum Sie die gewonnen haben?
00:22:27: Ja, wir haben immer alle zwei Jahre diese Ehrenlekture und es ist immer wichtig, dass wir Kolleginnen und Kollegen einladen, die der Gesellschaft verbunden sind und eben auch auf ihrem Feld Ausnahmerscheinung sind.
00:22:43: Letztes Mal war es Professor Heimann aus Liverpool.
00:22:46: Das ist wirklich auch ein unglaublicher Verfechter der Rätnologie ist und der deutschen Rätnologie, obwohl er in Liverpool lebt, immer immer verbunden blieben ist.
00:22:55: Und Frau Grazer-Pertile aus Veronern ist eine erstmals eine fantastische Georgin.
00:23:00: Also wirklich, da kann man, glaube ich, alle von ihr lernen.
00:23:03: Das ist fast schon legendären Ruf.
00:23:08: organisiert jetzt zusammen mit Professor Briegling aus München, das Verona München Retina Meeting, das jedes Jahr einmal in Verona, einmal in München stattfindet.
00:23:20: Und das sich nur der Netzhautschirurgie widmet und den Themen darum herum.
00:23:26: Und da unterstützen wir als Retina Logo Gesellschaft auch.
00:23:30: Und uns war es dann einfach an Anliegen, sie auch bei uns ein bisschen näher ran zu holen und auch in ihr zu lernen und sie in unserem Umfeld ein bisschen einzuführen.
00:23:41: Und ich bin wahnsinnig froh, dass es geglückt ist, auch mit der Vermittlung von Professor Brieglinger, dass sie dann den Weg nach Baden-Weiler auf sich nimmt.
00:23:50: Sehr schön.
00:23:52: Das heißt, es ist dann noch eine... Korypheon, mit der man sich dort austauschen kann.
00:23:57: Absolut.
00:23:57: Absolut.
00:23:58: Ja, es ist wirklich legendär.
00:24:00: Sensationell.
00:24:02: Dann lassen Sie mich noch auf eine ganz spezielle Besonderheit der Tagung eingehen.
00:24:10: Art meets Retina, das ist ja dann ein absolut spezifisches Ding für Ihre Veranstaltung.
00:24:17: Und Sie haben mir vorhin verraten, das Bild im Hintergrund Haben dadurch zustande.
00:24:24: Tatsächlich, das ist ein Produkt von Artemis Retina.
00:24:30: Retinologen sind in ihrer Kreativität gefordert und dürfen mit dem, was sie täglich sehen, spielen kreativ umgehen und die schönsten Bilder einreichen.
00:24:42: Dann haben wir zwei Kollegen, besonders das ist der Klaus Lemmen, der ein begeisterter Fotograf ist und der das mit auf den Weg gebracht hat.
00:24:55: Die Profifotografin ist also eine tolle Kombination, die mit viel Sachverstand sich diese Bilder dann auch anschauen, technisch auf den neuesten Stand bringen.
00:25:04: Und dieses Jahr werden wir sogar eine Online Abstimmung vor der Tagung machen.
00:25:09: und dann die drei Preisträger auf der auf der Tagung selbst kühren hoffe ich.
00:25:16: oder um die Bilder, was machen die Bilder in Versteigung oder?
00:25:19: Ich
00:25:19: bin ja Versteiger auf jeden Fall für einen guten Zweck.
00:25:23: Okay, das heißt, ich darf mich bewerben mit Fotografie oder Malerei, Hauptsache es ist retinologisch inspiriert.
00:25:32: Genau, genau.
00:25:34: Da wird es gerne gesehen, wenn die Bilder, wenn man die Natur ist.
00:25:39: Der beste Künstler, muss man sagen, aber wir wollen gerne, dass das eine persönliche Note noch bei diesem Bild dann zu sehen ist.
00:25:46: Also irgendwie ein bisschen, was verändert wird oder vielleicht viel verändert wird wie auf diesem Bild, aber dass man diesen künstlerischen Aspekt
00:25:54: noch mal
00:25:56: bedient und den auch sieht.
00:25:58: Da würden wir uns freuen, wenn wir da viele Einreichungen kriegen, weil, also wenn ich auf gerade auf den grundlagenlösungsamtlichen Vorträgen bin, wenn ich sage, da ist ja fast jedes Bild, das ist ja ein Kunstwerk, das ist ja
00:26:08: wirklich so schön.
00:26:10: Und das sollte man nicht ungenutzt lassen, diese Chance.
00:26:14: Wir haben so öffnete Perspektiven und es gibt für die
00:26:17: Preisträger natürlich auch dann eine kleine Trophäe, ist ja klar.
00:26:22: Mit
00:26:23: anderen
00:26:23: Worten hat
00:26:25: man dann den Ruhm, dass man dabei gewesen ist.
00:26:29: Ich glaube, das ist auch eine ganz besondere, schöne Art, seine Leidenschaft für das Fach nochmal zu zeigen und auszuleben.
00:26:40: Das finde ich klasse.
00:26:41: Ich habe gemerkt, die Off-Time-Ologen sind ein kreatives Volkchen.
00:26:44: Die haben sogar noch Hobbys und das bei der ganzen Arbeit.
00:26:47: Ich bewundere das total.
00:26:50: Es ist ja auch ein ästhetisches Organ.
00:26:52: Es ist einfach wunderschön das Auge und mal zwei davon.
00:26:59: Okay, können Sie nochmal kurz zusammenfassen, was die zentralen Ziele und die zentrale Vision dieser Veranstaltung ist?
00:27:06: die Anfang Juli in Baden-Weiler stattfinden wird.
00:27:11: Die Ja-Sagen ist unser Haupt-Event, wenn man so ein Neudeutsch sagen darf.
00:27:18: Und da wollen wir möglichst viel Kontakt haben mit möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen, gerne auch die junge Generation wirklich aktiv mit ins Boot holen und dort praxisnah mit den Leuten diskutieren.
00:27:34: sei es im wissenschaftlicher thematik oder auch in bauespolitischer thematik, da wollen wir wirklich, wir wollen die plattform sein für retnologie in deutschland.
00:27:43: wir wollen grundlagen wissenschaftler und kliniker zusammenbringen, dass die sich auch gegenseitig voranbringen.
00:27:52: die jungen wissenschaftler vor allem auch für dieses fach begeistern.
00:27:56: ich glaube, das ist das, was wir tun können.
00:27:59: um auch in Zukunft genug Retinologen zu haben, zu zeigen, wie schön das ist, auch über die Klinik hinaus, wie hier mit Artmates Retina, und einfach auch die Gemeinschaft anzubieten, den Austausch anzubieten.
00:28:14: Ich glaube, das ist wesentlich.
00:28:16: Und wenn man sich irgendwo in einem Fach zu Hause fühlt, dann kann man sich auch entwickeln, wenn man unterstützt wird, nicht nur aus der eigenen Klinik, sondern auch in der Fachgesellschaft wie der Retinologischen Gesellschaft.
00:28:28: Ja, und ich glaube, das ist das, was auch zu Hause zeichnet als Netzhautspezialisten, dass wir einfach viel miteinander kommunizieren reden.
00:28:35: Das machen ja natürlich auch, aber irgendwie ist es bei uns ein besonderer Zusammenhalt, den ich wahnsinnig schätze.
00:28:40: Und das war auch letztendlich der Grund, warum ich persönlich in der Netzhaut angerufen habe.
00:28:45: Einfach, das ist so ein Total, das ist eine Familie und das wollen wir vermitteln.
00:28:50: Danke schön.
00:28:51: Ich bedanke mich sehr für dieses Interview und ich wünsche schon jetzt der Jahrestagung einen vollumfänglichen legendären Erfolg.
00:29:01: Vielen Dank dafür.
00:29:03: Danke
00:29:03: schön.
Neuer Kommentar