Haarausfall & Haarerkrankungen: Mehr als Kosmetik – Praxisnahe Expertentipps aus der Dermatologie | Expertentalk

Shownotes

Wie viel Medizin steckt im vermeintlich kosmetischen Problem? Im Expertentalk spricht Sabine Mack mit Tip Dr. (Univers. Istanbul) Seher Eren, später mit Dr. med. Karin Beyer und Dr. med. Andreas Finner, über ein Thema, das viele bewegt – und doch oft unterschätzt wird: Haarerkrankungen und Haarausfall.
Welche Rolle spielt moderne Diagnostik in der täglichen Praxis? Welche Überraschungsfaktoren verbergen sich hinter dem Symptom Haarausfall? Und wie gelingt der Spagat zwischen klassischer Anamnese, neuen Untersuchungsmethoden und realistischen Erwartungen der Patientinnen und Patienten?

Erfahren Sie, warum Haarausfall weit mehr ist als ein ästhetisches Anliegen, wie die Trichoskopie als Basistool die Haarsprechstunde verändert – und weshalb eine strukturierte, evidenzbasierte Herangehensweise sowohl für erfahrene Dermatologinnen und Dermatologen als auch für den Nachwuchs entscheidend ist.
Die Expertinnen und Experten zeigen, worauf es jetzt wirklich ankommt, welche Diagnoseschritte unverzichtbar sind und weshalb Aufklärung, Empathie und Teamwork in der Haarmedizin eine immer größere Rolle spielen.

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00:00:00:

00:00:08: Herzlichen Dank, dass Sie sich nach Ihren Vorträgen noch die Zeit nehmen für ein kurzes Gespräch mit uns.

00:00:23: evidenzbasierte Haarmedizins schon absolviert und mir war schon in der Praxis schon klar, dass einen großen Bedarf eigentlich für die Harschebrechstunde gibt weil ich immer mehr Haarauswahlprobleme gesehen habe.

00:00:37: Und deswegen bin ich an diesem Punkt gekommen und wollte heute ein Thema über eine Untersuchungsmethode erwähnen damit meine Kolleginnen und Kollegen auch schon tiefe Kindnisse über eine ganz Basis-Untersuchungsmethode für Haarauswahl eigentlich kennen kann.

00:00:54: Und das war die Tirkoskopie, ich finde das schon eine optimierte Untersuchung für uns.

00:01:02: Erstens ist es nicht infasiv, zweitens sind die Patientinnen sehr glücklich, weil das nur ein oder zwei Minuten mit einer Darmotaskopptau hat und dann können wir genauso einen Verdachtdiagnose dadurch bekommen.

00:01:14: Das

00:01:14: betrifft Krankheitsbilder in welchem

00:01:16: Bereich?

00:01:17: Für welche Patienten ist das besonders?

00:01:19: Spannend?

00:01:19: Ja, also wir können Tirkoskopie eigentlich an alle Haarauswahlpatienten durchführen und damit wir auch einige Zeichen für bestimmte Krankheiten sehen können.

00:01:30: Natürlich die Anamnese und die klinische Untarsuchung gegebenenfalls Laborwerte spielen auch alles zusammen eine Rolle.

00:01:37: aber ich würde für alle meine Kolleginnen empfehlen bei der harsche Prästunde einer tirkoskophischen Untarsucht durchzuführen.

00:01:45: Das Thema Haschbrechstunde war ein ganz wichtiges hier.

00:01:49: Es gab mehrere Vortragsreihen, es gab am Sonntag bis zum letzten Moment immer noch gut gefüllte Reihen.

00:01:55: Es ist interessant für die Dermatologen und... Was bei mir hängen geblieben ist, war die Kernaussage.

00:02:01: Habprobleme sind kein kosmetisches Problem, Frau Dr.

00:02:04: Bayer?

00:02:04: Wie sehen Sie das?

00:02:06: Also ich empfinde es genauso.

00:02:07: Haare sind auch wenn wir jetzt hier im Randbereich in einem Grunde sprechen durften definitiv überhaupt keinen Randthema.

00:02:12: und wenn man sich überlegt weswegen Patienten in unsere Sprechstunde kommen gehören ja H-Erkrankungen, Kopfhauterkrankung zu den Top five.

00:02:20: Und es ist so wichtig, eben entsprechend den Patienten zuzuhören und auch einfach zu erkennen.

00:02:25: Dass das nicht nur kosmetisch ist weil sie einfach so immens darunter leiden.

00:02:30: Sie verlieren ein Selbstbild die Identität.

00:02:32: Sie geben unglaublich viel Geld eben entsprechend in Therapien hinein selber in der Drogerie aber auch eben entsprechend Versprechungen, die sie auf Social Media gesehen und gehört haben.

00:02:47: Und damit ist es so wichtig dort evidenzbasiert eben entsprechend Patienten zu erklären was hilft wirklich?

00:02:53: Wir haben viele Studien und außerhalb von Deutschland gibt es eine ungemeine große wissenschaftliche Tätigkeit und eigentlich in den letzten fünfzehn Jahren haben wir so unglaublich viel bezüglich der Haare Harwachstum und der Erkrankung gelernt dass das sehr schwer ist da am Ball zu bleiben.

00:03:12: Ja, zum einen aus Patientensicht.

00:03:13: Natürlich in dem Moment wo man Haare verliert weiß man erstmal wie schlimm das ist.

00:03:17: Das braucht nur ein paar Wochen gehen und schon ist man da so auch eingesteigert und hat Angst natürlich weil Haare eben wichtig sind.

00:03:23: Und es können ja sogar körperliche Erkrankungen dahinter stecken.

00:03:26: Das heißt Entzündung, Mangelzustände alles mögliche Hormonstörung sodass das nicht ein reines kosmetisches sondern auch ein Körperproblem sein kann.

00:03:33: Auch die Haarwurzel selber ist ja ein kleines Organ.

00:03:35: Da kann so viel passieren, kann sich entzünden, kann sozusagen altern... Man verliert was man gehabt hat.

00:03:42: Man ist nicht mehr der oder dieselbe, wenn man in den Spiegel schaut das macht was mit jemandem und da muss natürlich als Dermatologen auch mit umgehen können zum einen zuhören dass man auch weiß was jetzt Sache ist individuell und auch natürlich maßgeschneidert behandeln.

00:03:56: die Studien sind das eine.

00:03:58: aber wie wende ich das jetzt konkret an?

00:04:00: Und da wollen wir natürlich auch ein bisschen weiter in den Fortbildungen dran arbeiten

00:04:05: Auch das strukturiert vorgegangen wird mit Diagnostik, mit einem Behandlungsplan und nicht nur einfach was versucht.

00:04:11: Was der Patient vielleicht jetzt hinterfragt weil er es gesehen hat irgendwo?

00:04:15: Ja, also Haarausfall ist ja ein Symptom genauso wie Kopfschmerzen, Bauchschmerz und Rückenschmerzen.

00:04:20: Und es können so verschiedene Diagnosen dahinter stecken, sodass man da tatsächlich einmal ganz genau hinschauen muss, weil einfach hinter jeder unterschiedlichen Diagnose eine unterschiedliche Pathophysiologie steckt und damit dann auch automatisch in unterschiedlicher Therapieform eingeschlagen werden

00:04:36: muss.".

00:04:45: Ganz genau, was liegt bei mir vor.

00:04:46: Man muss dann wirklich mal untersuchen und dann sollte man natürlich auch die Therapie überwachen.

00:04:51: Und da gibt es ja auch die modernen Methoden.

00:04:53: aber das geht alles nicht übers Internet sondern wenn man den Arzt aufsucht, die Ärztin aufsorgt... Auch das Gespräch natürlich weil die Angst spielt eine große Rolle Wenn sie erstmal nicht mehr da ist und man einen Plan oder ein Ziel hat, dann klappt das nachher

00:05:05: auch.

00:05:05: Man hat auch gesehen Die Nachfragen der Kollegen aus dem Plenum waren extrem konkret.

00:05:10: Also man hatte das Gefühl Sie hatten Patienten schon vor sich stehen Und wussten vielleicht nicht, was sie tun sollten und suchen jetzt nach Antworten.

00:05:18: Also da ist Interesse da bei den niedergelassenen Dermatologen?

00:05:22: Absolut!

00:05:23: Das ist etwas wo ich tatsächlich auch tagtäglich immer von Kollegen angesprochen werde.

00:05:29: Da haben wir einen immensen Nachholbedarf in Deutschland bezüglich Fortbildung, Weiterbildung und Informationen um irgendwo up to date zu bleiben.

00:05:39: Zum Teil sehen wir es ja hier auch immer entsprechend, wenn wir uns das Thema hier Dredinite-Superrative anschauen.

00:05:44: Vitiligo und Akne anschauen Das hat ja alles den Ursprung in diesem Haarfolikeln der sebopilziösen Einheit eben.

00:05:53: Das ist etwas was uns bewusst sein muss dass gerade aus der Haarforschung da auch viele interessante Dinge immer entsprechend weiter herauskommen.

00:06:00: Wenn man jetzt an das neue Aknemedikament denkt Da sind wir ja bezüglich Haarkrankungen auch gar nicht mal so weit Oder im Entsprechendhydradinitis superrativer und desekt in Cellulitis.

00:06:12: Ja, alles Krankheitsbilder, die jedoch auch sehr eng zusammenhängen nur weil es dann den Kopfhort betrifft ist das auf einmal nur noch kosmetisch.

00:06:19: Das tut mir und dem Patienten täglich echt weh.

00:06:23: Wie ist das?

00:06:23: Männer Frauen Wer steht da vor einem?

00:06:26: Ja, die Männer leiden genau so drunter.

00:06:28: Die zeigen es aber natürlich weniger und schauen noch mehr im Internet.

00:06:31: Auch junge Männer nehmen sich das teilweise sehr zu herzen.

00:06:33: Da reicht schon eine Bemerkung, die man kommt.

00:06:35: Und das kann Leute wirklich total verunsichern im sozialen Leben also die Lebensqualität.

00:06:41: Leidet generell bei der Auswahl.

00:06:43: praktisch.

00:06:44: für die Kolleginnen und Kollegen ist halt wichtig in kurzer Zeit, die wir ja nur haben auch ein befriedigendes Gespräch zur führende Therapie dass die Patientinnen und Patienten eben zufrieden rausgehen.

00:06:55: Und das erreiche ich erstens, wenn ich erstmal zumindest am Anfang die Patienten-Patienten ausreden lasse.

00:07:01: Wenn ich das mache, habe ich schon ganz viel gewonnen.

00:07:03: Und dann kann ich natürlich vorher schon in den Fragen gebogen machen und strukturiert aufschreiben, machen Sie das?

00:07:08: Das?

00:07:08: Dann die Messung vielleicht?

00:07:10: Die allerdings dann sicherlich eine Privatleistung ist aber ein Messung da haben sie die Patienten und eben Aufstehen Anfassen Jahre dran ziehen mit der Lupe mit dem Trichoskop drauf schauen.

00:07:20: wenn wir das jetzt alle hinbekommen dann einfach schon viel geworden für die Patientinnen und Patienten.

00:07:24: Ich habe auch gesehen es gab diese eine Folie mit dem Thema Trigger Faktoren.

00:07:28: was man so im Gespräch abfragen kann kann man auch da sagen, da gibt es Standards an denen man sich ein bisschen entlang arbeiten kann im Patienten-Gespräch.

00:07:38: Ich glaube, da hat jeder so ein bisschen sein eigenes Schema vor Kopf.

00:07:41: ich hab immer so das akronyms Cent quasi im Hinterkopf wo S eben entsprechend für Skalpdiseases entsteht oder auch Stressfaktoren ehe für endokrinologische Unstimmigkeiten, Entfenahrung oder auch Gewichtsverlust und D Medikamentet, also Drugs.

00:08:00: Ich bin dann im Englischen verwurzt ... Also da kann man schon relativ viele Träger mehr fragen.

00:08:05: aber es ist ja wichtig wann war dieser Träge?

00:08:07: Das vergessen ja auch viele und die Patienten haben das natürlich entsprechend für sich falsch verknüpft.

00:08:13: So ein Trägger ist ja immer zwei drei Monate quasi im Vorhinein zu sehen.

00:08:17: Die Haare bilden ja nur das ab was eben entsprechend erzählen so die Geschichte im Grunde was im vorhineinen im Leben stattgefunden hat und darauf muss man natürlich auch als Arzt sehr doll achten.

00:08:28: Ja Die Patientinnen und Patienten wollen natürlich gerne eine Ursache finden, dann vier Wochen behandeln uns schwupp.

00:08:33: Alles wird wie früher.

00:08:34: so ist es leider nicht immer.

00:08:35: das heißt wir müssen auch die Erwartungshaltung natürlich steuern.

00:08:39: der Fragebogen im Vorfeld hilft und nichts zu viel versprechen.

00:08:43: lieber dann über erfüllen was man so dann vielleicht vorher versprochen hat.

00:08:47: aber ich würde da sehr zurückhaltend sein und eher darauf abzielen zu sagen die ausfallenden Haare, dass sie immer wieder gleich gut nachwachsen.

00:08:55: Dass es im Spiegel nicht immer dünner wird, das sind realistische Ziele weil die meisten Patientinnen und Patienten in der Sprechstunde haben ja gar jetzt nicht den verhabenden und den kreiserunden Haarausfall.

00:09:05: Das ist wichtig zu erkennen.

00:09:07: Die meisten haben ja einen anlagbedingten Haarusfall Und das ist nur mal unser Schicksal Im lauf des Lebens wo wir aber trotzdem was machen können.

00:09:14: Wann landen wir dann beim Thema Haartransplantation, mit dem Sie Ihren Vortrag mehr oder weniger geschlossen haben?

00:09:20: Naja das ist eine Ergänzung.

00:09:22: Das gehört alles zusammen.

00:09:24: Gerade bei Männern der Haarausfall kann ja noch weitergehen und nur ne Haarttransplantation ist meistens nicht die alleinige Lösung, d.h.

00:09:31: es ist Teil des Gesamtkonzeptes und muss man ganz individuell schauen ob das jetzt sind macht oder lieber erst mal die anderen Sachen oder Kombination

00:09:40: Und was wir, denke ich auf jeden Fall mitnehmen.

00:09:42: Es gibt diesen Kurs auf der FOB dieses Jahr.

00:09:45: Worum geht's da ganz genau?

00:09:47: Da geht es um eine diagnostische Form die Trichoskopie und dann... Es ist sehr wichtig, dass man das eben als Diagnose-Tool mit in seine Sprechstudien einweilt.

00:09:58: Weil es einfach so unglaublich sinnvoll ist.

00:10:00: Ein Dermatoskop haben wir alle in der Praxis und es ist so wichtig zu wissen, dass wir das durchaus auch mal auf die Kopfhaut schalten können vielleicht bei jeder Hautkrebsvorsorge auch sich mal die Haare mit anschauen weil man doch da sehr viel erkennen kann welche Form von Haarausfall dort eine Rolle spielt.

00:10:17: aber das ist etwas was man dann tatsächlich im Kurs mal ganz genau besprechen muss.

00:10:22: Aber eine wichtige Sache, finde ich es immer noch mal.

00:10:24: Warum ist es so wichtig für uns Ärzte und für Haarerkrankungen zu interessieren?

00:10:29: Wir müssen uns vormachen dass das ein Riesenmarkt wird entsprechend von der Industrie aufgegriffen worden Ausfall von vielen Leuten, als so belastend angesehen wird.

00:10:42: Und wir sollten eben entsprechend als Ärzte dieses Zepter nicht aus der Hand geben sondern entsprechend wirklich da mit unserem Tun und unserem Wissen die Leute beraten und es nicht Apps oder irgendwelchen Drogeriemärkten oder irgendwellchen Kosmetikfirmen überlassen Oder auch High-Praktiker oder wer immer eben entsprechend steht, sondern man sollte als Dermatologe echt gut darüber Bescheid wissen.

00:11:07: Weil es übernehmen ja andere und das ist der Alltag, den ich tagtäglich in der Praxis eben entsprechend

00:11:14: sehe.".

00:11:15: Ja und man denkt zwar nicht aber das können auch sehr dankbare und glückliche Patientinnen sein und dafür sind wir Arzt geworden.

00:11:23: geben für Patienten, welche Möglichkeiten gibt es?

00:11:26: Was ich als Arzt sagen kann.

00:11:28: Wo können sich Patienten zu alopecia areata zum Beispiel weiter informieren?

00:11:32: Und da gibt es selbst die Selbsthilfegruppe, die auch sich für vernadenen Hausfall eben entsprechend geöffnet hat.

00:11:39: Aber es gibt auch im Internet eben entsprechende Arzt geführte Internetplattformen wie hrkrankungen.de wo man auch ein ganz ganz gutes Überblick eben entsprechend hält was tatsächlich von der matologischer Seite aus empfohlen wird.

00:11:54: Sonst ist natürlich der Hausarzt und der Hautarzt immer ein guter Ansprechpartner.

00:11:58: Man sollte dann aber natürlich auch nachfragen warum mache ich jetzt tausend Untersuchungen im Blut.

00:12:02: Aber warum haben Sie nicht einmal auf meinen Kopf geschaut?

00:12:05: Wenn das passiert, ist man vielleicht dann nicht ganz richtig oder wenn einem gleich für tausende Euro irgendwas angeboten wird ohne erst mal eine klare Diagnose und eine Basisterapie über Jahre auch zu empfehlen.

00:12:14: Wunderbar!

00:12:15: Dann haben wir beide Seiten gut informiert.

00:12:18: Toll.

00:12:18: Herzlichen Dank für die Zeit.

00:12:20: Und bis zum nächsten Mal, wo wir uns mit dem Thema Haut-und Habeschäftigen hatten.

00:12:24: Ich bin sehr gefreut.

00:12:25: Danke.

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